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Monolake - Polygon Cities 

01.08.2005

Kodwo Eshun, der sonnenhell brillant schreibende Musikfreak, nannte sie "digitale Maestros": Monolake, das Projekt um Produzent, Mastering Ingenieur und Musiksoftware-Entwickler Robert Henke.

Mittlerweile ist Monolake zehn Jahre aktiv. Während dieser Dekade hat Robert Henke, Gründer und Kopf des Projekts, eigenwillig Klang in Formen gebracht, innerhalb eines digitalen Sound-Kosmos. Zersplitternde Kleinteile bilden straighte Rhythmus-Partikel-Grooves, fragmentierte Strukturen beginnen zu fließen, minimal ist besser. Fein abgestimmte Schwankungen und Nuancenveränderungen gewinnen kalten Schallereignissen ganz konkret vereinnahmende Qualitäten ab. Auf Dauer, über Jahre.

Nie plakativ, eher distinguiert und zurückhaltend bewegen sich Monolakes Tracks zwischen Tanzaufforderung und Tanzförderung als einem Pol, zwischen Aufmerksamkeit bindendem Hörerlebnis und recht komplexem Klangexperiment, als passendem Gegenpol.

Monolake - Polygon CitiesMonolake - Polygon CitiesMonolake ist Musik der Möglichkeiten, trotz vieler Beschränkungen und prinzipieller Sparsamkeit. Hier regiert kein Ausschlussverfahren, sondern vielmehr, trotz formaler Strenge, ein offenes Konstrukt. Ertüftelt, ausgedacht, doch nur manchmal abstrakt, fern und losgelöst.

Beepende und schabende, summende und flächig-harmonische Darsteller von vielschichtig arrangierten Klanglandschaften inszenieren fast ruhige Fahrten, wenn einzelne oder Gruppen von Sounds kollidieren, wenn Reibung entsteht, zumindest spannungswechselreich Einfluss auf einander ausüben: fortgeschrittene, quasi wissenschaftliche Schallbearbeitung.

Tobias Stalling

http://www.monolake.de

 

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