 This time around, zweieinhalb Jahre später, sehen die Dinge etwas anders aus. Das heiße neue Ding sind Audioslave nicht mehr, der Überraschungseffekt ist futsch. Wenn man also denn die Band nun nicht mehr einfach nur gut finden kann, weil es sie gibt, und man vielleicht das erste mal genauer hinhört, was hier eigentlich passiert - hat man dann trotzdem noch seine Spaß mit Audioslave?Man hat. Allemal. Mit Tom Morellos mal quietschig-zwitscherndem, dann wieder fast am Hörer vorbeiraunenden Gitarrenspiel; mit Brad Wilks exzellentem Drumming; und natürlich mit der Stimme von Chris Cornell, bei deren Klang man sofort und stets aufs Neue daran erinnert wird, wie sehr man sie eigentlich vermisst hat. Zugestanden, Audioslave klingen auf "Out Of Exile" lange nicht so progressiv, wie sie könnten. Sie klingen vielmehr genau so arriviert, wie sie möchten. Und dürfen. Audioslave, das ist 2005 eine richtige Band aus Musikern, die es sich nach wilden, spannenden Jahren verdient haben, einfach eine Platte zu veröffentlichen, die genauso klingt, wie man es erhoffen oder befürchten durfte. Welcher Lesart man sich anschließt, hängt dabei sicherlich nicht zuletzt vom eigenen Alter ab. Friedrich Reip
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