 Wer jemanden nach seiner Lieblingsmusik süchtig machen will, der beginnt nicht mit der vollen Dröhnung. Wer popgewöhnte Ohren an jamaikanischen Dancehall heranführen will, der spielt ihnen nicht sofort den ungestümen Bounty Killer vor, sondern beginnt mit etwas, das noch stark nach Pop klingt, aber viele Dancehall-Elemente enthält. Shaggy vielleicht, Sean Paul oder eben T.O.K..Auch ihr drittes Album "Unknown Language" strotzt nur so vor Melodien und Harmoniegesängen, dass der Verdacht aufkommt, all die anderen Dancehall-Alben würden nur deshalb so rau und ungeschliffen wirken, weil der ganze Zucker für das T.O.K.-Album verbraucht wurde. Für jemanden, der noch nie Dancehall gehört hat, wird so was praktisch sein, denn die geballte Rohheit eines Bounty Killers würde viele sicher beim ersten Mal abschrecken. So aber steckt die jamaikanische Boygroup mit soulig klingenden Gesängen an und führt neue Hörer in kleinen Dosen an die Toasting-Parts heran. Mehr über das Album gibt's bei bloom.de kurz vor der Albumveröffentlichung am 20. Juni 2005.
Robert Kneschke
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