 „The Forgotten Arm“ ist das fünfte Soloalbum von Aimee Mann. Vor anderthalb Jahren begann sie mit dem Songwriting dafür. Die zwölf Songs erzählen die Geschichte eines drogenabhängigen Vietnamveteranen und Boxers, der sich in einer Spielerstadt mit einer Frau umhertreibt. Die Sängerin erzählt diese Geschichte ohne einen festen Handlungsstrang.Wie immer wirkt die Musik hauptsächlich durch die Stimme von Aimee Mann. Es gibt keine herausragenden Songs, die Musik plätschert auf angenehme Weise dahin. Deutlich sind die Einflüsse konservativer amerikanischer Musik, sehr stark in Richtung Country. Instrumental bestimmen Klavier und Gitarren. Gewohnt unaufdringlich gleitet ein Song in den nächsten über. Viele Stücke klingen sehr traurig, bei einigen kann man aber auch eine zaghafte Fröhlichkeit wahrnehmen. Doch so richtig kann man Aimee Mann eine emotionale Berührtheit nicht abnehmen und so wirken die Songs immer ein wenig distanziert. So bleibt das Album eine angenehme Hintergrunduntermalung, die man gern in Kauf nimmt, aber nicht versucht ist weiter darin zu versinken. Kai Schmidt
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