 Freitag, 6.5.2005- Nach einem (unfreiwillig) frühen Erwachen durch Zeltnachbarn, die sich über ihren kaputten Schlafsack ärgern, kann aus einem reichhaltigen Frühstücksbuffet gewählt werden. Die ganz Harten - der stellvertretende Chefredakteur geht mit gutem Beispiel voran - können sich vor der Halle kalt duschen, die anderen müssen warten, bis sich das Duschwasser in der Halle erwärmt hat. - Einige begeben sich mit den Reisebussen auf eine alternative Stadtrundfahrt, andere stürmen die Coffeeshops und die nächsten erkunden die niedliche Stadt auf eigene Faust, bis das Mutabor-Konzert im Melkweg beginnt. - Der Melkweg selbst ist ein gemütlicher Club mit zwei Sälen. Mutabor spielen in dem kleineren, in den ca. 600 Leute passen. Fast die Hälfte sind dementsprechend mitgereiste Fans. Dadurch findet das Konzert in einer wirklich familären Atmosphäre statt, viele kennen sich, tanzen miteinander und stossen auf den gelungenen Abend an. Als ein Schuh auf die Bühne fliegt, ergreift Sänger Axel die Gelegenheit, das Publikum aufzufordern, es dem unbekannten Werfer gleichzutun, woraufhin ca. 40 Menschen barfuss weitertanzen. - Nachdem die textsicheren Fans fast allein "Es gibt keine Liebe" gesungen haben, möchte ein schüchterner, junger Mann das Gegenteil beweisen. Auf der Bühne fordert er seine Freundin Jeanette auf, mal zu winken. Die Fans sollen einen Kreis bilden, während er mehrmals versucht, ihr zu sagen, wie sehr er sie doch liebe. Als auch einige Schlucke Wasser die Aufregung nicht lindern können, kommt sie mit auf die Bühne, küsst ihn und das Konzert geht unter tosendem Applaus weiter. - Im Anschluss an den Mutabor-Auftritt folgt die "Que Pasa?"-Disko mit einer Mischung aus Reggae, Dancehall, HipHop und Latin. Samstag, 7.5.2005 - Die Yoga-Übungen mit Ulf müssen in die Halle verlegt werden, weil es regnet. Deshalb haben die Duschenden (das gilt natürlich nur für die harten Kaltduscher) auch das größere Problem, ihre Handtücher trocken zu halten. - Als sich die Sonne doch noch erbarmt, wird sich auch wieder in die Stadt getraut, nachdem die Blasen behandelt und einige Nebenwirkungen eines Amsterdam-Aufenthaltes mit heißem Kamillentee und warmen Decken kuriert wurden. - Alle sportlich aktiven Fans bleiben im Camp und nehmen sich Tischtennis- oder Badmintonschläger zur Hand und verwandeln die Räumlichkeiten in eine Turnhalle. Manche probieren sich auch an den Bällen und Keulen. Jonglieren ist aber doch nicht so einfach, wie man denkt... - Nach dem Abendessen gibt es die große Party zusammen mit den Amsterdamer Gastgebern. Ulf und Partner heizen die noch kalte Halle mit ihrer Musik etwas ein. Vor der Bühne wird getanzt, in den Ecken wird auf den Matten und Decken gechillt. Auch Axel lässt es sich nicht nehmen und spielt mit ein paar Leuten. Jedem, der Musik machen kann, steht die Bühne zur Verfügung, auch bloom.de zeigt, welche musikalischen Talente im Team schlummern. .
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