 Mit "Run with the People and hunt with the Hare" sind sie nun beim 70s-White-Boy-Funk gelandet. Der Opener "Bloodflow" groovt wie seinerzeit die Climax Blues Band mit ihrem "Couldn't get it right" und auch im folgenden ist einfach all about style. Aber bei aller Sympathie für die Wandlungsfähigkeit der Band, könnte das doch das Problem werden, dass sie keinen wirklich individuellen Stil entwickelt. Denn auch wenn mit der Pedal-Steele-Guitar immer ein wenig altvertrauter Sound mitschwingt, so klingt die Scheibe eben mit den weitverbreiteten Synthie-Bässen auch wieder völlig anders als ihre drei Vorgänger, die gemeinsame Scheibe mit dem Nürnberger Erhard gar nicht zu erwähnen.So ist die neue Platte ohne Zweifel cool, aber mit artifizielle Funknummern wie "Up and Down" werden bei weitem nicht alle früheren Fans etwas anfangen können. Gitarrist Red sollte die Problematik aber bereits von der Band Fink her kennen, bei denen er ebenso wie Pedal-Steel-Gitarrist Carter Cain a.k.a. Oliver Stangl mittlerweile zu Stammbesetzung gehört. Deren jüngstes Album "Bam Bam Bam" wartete ja ebenfalls mit ungewohnten Funksounds auf. Und wer kann Künstler schon bremsen, wenn sie mal in Fahrt geraten sind, Missouri versprühen auf jeden Fall eine knappe 3/4-Stunde eine Menge schweißtreibende, sexy Grooves und man darf gespannt sein, welchen Weg sie das nächste Mal einschlagen. Dominik Engel
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