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Es ist der erste (und offenbar erst mal wieder letzte) richtig, richtig heiße Tag im Jahr, an dem "The Antidote" das erste Mal läuft. Muss man sich mal vorstellen. 30° draußen, locker, und das Anfang Mai, und dazu diese Musik. Traumhaft, fast unwirklich. Trotzdem stark. Morcheeba eben. Perfekt.
 Dass man das so sagen kann, ist dabei alles andere als selbstverständlich, denn es hat sich einiges getan - allem voran hört man fürderhin über den Tracks der Godfrey-Brüder Paul und Ross nicht mehr die Stimme von Skye Edwards, sondern die von Daisy Martey, einigen - wenigen vermutlich - vielleicht bekannt als Sängerin der Indie-Combo Noonday Underground. Und hinschreiben muss man das, denn wenn man es nicht weiß - kriegt man es vielleicht gar nicht erst mit. So sehr auch nämlich die Godfreys den Wechsel am Mikro in den Gesamtkontext eines neuen Sounds stellen wollen (dazu gleich mehr), so vertraut ist man doch sofort mit der neuen Stimme.Nun aber. Zum Sound. Ganz und gar Morcheeba nach wie vor, haben wir ja festgehalten. Dennoch: die neuen Songs wirken kraftvoller und vor allem klarer als noch auf dem hitzig-schwülen Vorgänger "Charango" - so fröhlich wie auf dem herrlichen, nun wahrlich programmatisch betitelten "Lighten Up" hat man die Band seit "Rome Wasn't Built In A Day" nicht mehr gehört! Songs wie "Everybody Loves A Loser" oder die erste Auskopplung "Wonders Never Cease" wachsen einem zudem schon beim ersten Hören ans Herz. Wie überhaupt die ganze Platte. Hand drauf. Friedrich Reip
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