 Mich setzt es ehrlich gesagt immer wieder in Erstaunen, was für fantastische Stücke schon drei Musiker aus ihren Instrumenten in den Raum zaubern können. Die Besetzung des Xaver Fischer Trios, bestehend aus dem Bandleader Xaver Fischer, der am Keyboard schon seit einigen Jahren zu überzeugen weiß, dem Bassisten Hannes Vesper sowie dem Drummer Eric Harings, hält sich streng an das Prinzip "reduce to the max". Es braucht einfach nicht mehr als drei Musiker. Kein ach-so-moderner DJ, kein Gitarrist, keine aufwändigen Bläsersätze. Die Musik funktioniert einfach. Auch die Arrangements haben natürlich an geeigneter Stelle ihre Jazz-typischen Soli, sind im Großen und Ganzen aber eher einfach gehalten und überzeugen gerade dadurch. Da kommt sportlich locker daher, was manch Anderer nach Jahren der musikalischen Wanderschaft immer noch nicht verstanden hat.Auf dem soliden Fundament eines kräftigen, aber nicht herausstechenden Basses und den zurückgelehnten, aber doch immer wieder vertrackten Rhythmen des in sich völlig stimmigen Schlagzeugs kommt der fröhliche Sound der Synthies und Orgeln hervorragend zur Geltung. Das Album wird dabei, obwohl nur auf wenigen Stücken ein durch den Vocoder gejagter Gesang das Repertoire um ein weiteres Instrument bereichert, zu keinem Zeitpunkt langweilig. Im Gegenteil, die Stücke ergänzen sich herzallerliebst zu einem Gesamtwerk ohne Brüche. In einem Satz: Schöner, zeitgemäßer Elektro-Jazz mit attestierter Alltagstauglichkeit für den verwöhnten Hörer.
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