 Deswegen hat er reichlich Zeit für das Songwriting gehabt. In dieser Zeit war er so produktiv, dass auf seiner Webseite gleich von drei Albumveröffentlichungen die Rede ist. Mit dem Doppelalbum "Cold Roses" gibt Ryan Adams jetzt den Startschuss und schon nach kurzer Audienz ist klar, dass einiges neu ist.Ryan und seine neu zusammengestellte Kapelle "The Cardinals" rocken nicht gerade ordentlich los, ganz im Gegenteil. Mr. Adams hat einen Gang zurück geschaltet, allerdings fährt er auch eine andere Route. Eigentlich veranlassen mich zu exzessive Exkurse in die musikalische Nähe des Country zum sofortigen Wechsel der Platte, aber das hier ist anders. Mit Provinzgeschrammel hat das nichts zu tun, die Songs klingen gefällig und wirken sehr ausgefeilt und erwachsen. Die Stimme von Adams klingt nach mehr, die Musik ist maßgeschneidert und perfekt auf ihn abgestimmt. Der Gesamteindruck beim Durchhören ist durchweg positiv. Obwohl nicht ein einziger richtiger Rocksong auf der Platte zu finden ist, kommt keine Langeweile auf. Die Texte behandeln fast alle ähnliche Themen, es geht um Liebe, Herzschmerz, Beziehungen und die Probleme, die sich daraus ergeben. Zusammen mit der Musik das richtige Album zum Abschalten und Nachdenken. Auch wenn ich es gern mit dem vorigen Album "Gold" vergleichen will: Es geht nicht. "Cold Roses" ist ein exzellentes Album, das vom ersten bis zum letzten Song gleichbleibend hörbar ist und nur noch vom Wechseln der CDs unterbrochen werden sollte.
Mike König
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