 Diesen Eindruck verwischt leider auch nicht die neueste CD „Hüa!“. Die Mischung ist einfach etwas zu gewohnt. Sie absolvieren ihren typischer Stil auf allerbeste Weise, auf neue Eindrücke allerdings muss man wieder verzichten. Im Mittelpunkt der Lieder steht auch auf dem neuen Album die Beziehungskiste und das Ergründen der weiblichen Seele. Wohl der treffendste Song in diesem Zusammenhang ist der a-cappella-Song „Irgendwas is doch!“. Der Titelsong gibt eine einfache Botschaft an ewige Gestrige, wenn es heißt „rühr nicht immer in dem Scheiß von früher, sag‘ lieber zu der Zukunft hüa!“. Wenn es auf der CD so etwas wie einen Hit gibt, so ist es „Enten“. Hier wird tiefgründig erkundet, warum Enten keine Ohren haben. Noch auffallender als zuvor, ist der Einsatz akustischer Instrumente in den neuen Liedern. Der eigentliche Charakter entsteht dann wieder durch die ausdrucksvoll-legeren Stimmen, Fingerschnippen, Schnalzen, Säuseln und summen. Wer Ganz Schön Feist noch nicht kennt, dem empfehle ich, die erste Begegnung auf eine live-Veranstaltung zu legen – denn die Präsentation gehört zu ihrem Gesamteindruck zwingend dazu. Kai Schmidt
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