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Moby – Hotel 

14.04.2005

Moby – HotelMoby – HotelDie Promotion-Kampagne zum neuen Moby-Album "Hotel" wurde in derart bombastischer Weise betrieben - Pressekonferenzen in eigens komplett angemieteten Hotels, Rauminstallationen zu jedem der 15 neuen Songs, nur zwei Vorabkonzerte in ganz Europa (wir berichteten)- das konnte nur Böses bedeuten.

Man war also vorgewarnt - aber es trifft einen doch um nichts weniger hart, wenn man "Hotel" schließlich hört: "Hotel" ist nicht nur mit Abstand die schwächste Platte, die Moby in seiner Karriere eingespielt hat. Sie ist überdies von einer vollständigen Gleichgültigkeit dem seinem bisherigen Schaffen gegenüber gezeichnet und von einer Belanglosigkeit, die ihresgleichen sucht. "Lift Me Up", erste Single-Auskopplung und schon beim ersten Höreindruck als Vorauskopplung alles andere als wirklich überzeugend, gehört noch zu den besten Nummern, das gewaltig an den späten David Bowie erinnernde "Spiders" geht ebenfalls noch als leidlich netter Popsong durch - die restlichen Stücke jedoch darf man bedenkenlos ignorieren. Daran ändert auch die neu hinzuengagierte Stimme von Laura Dawn nichts, die live mit ihren Interpretationen solcher Moby-Klassiker wie "Why Does My Heart Feel So Bad?" oder "Natural Blues" zwar für echte Momente sorgen kann, den Langweiligkeiten auf "Hotel" jedoch nichts hinzuzufügen hat.

Erschütternd schlecht. Wirklich.

Friedrich Reip

http://www.moby.com

 

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