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Jam & Spoon – Tripomatic Fairytales 3003 

24.06.2004

Als ich Mark Gardener im vergangenen Herbst nach seinem Soloauftritt im Berliner Privatclub auf seinen überraschenden Auftritt auf der kommenden Platte des deutschen Elektropopduos Jam & Spoon ansprach, schien der frühere Ride-Sänger selbst nicht so genau zu wissen, wie er zu seinem Glück gekommen ist. Soviel schnell vorneweg: "Mary Jane", zu dem Gardener die Vocals beisteuerte, ist eine wunderbare Indiepop-Nummer und der stärkste Song des Albums.

Jam & Spoon – Tripomatic Fairytales 3003Jam & Spoon – Tripomatic Fairytales 3003Und es gibt mit weiteren seit längerem übersehenen Freunden ein Wiedersehen auf "Tripomatic Fairytales 3003" – mit Tricky etwa, der auf dem düsteren "Bianche Le Mie Mani" zu hören ist, oder mit Cranberries-Sängerin Dolores O’Riordan, die auf dem warmen, völlig unpathetischen "Mirror Lover" klar macht, dass man ihre Stimme durchaus vermisst hat; "Cynical Heart" mit Jim Kerr von den Simple Minds und "Set Me Free" Reamonn-Rea (der zudem auf zwei weiteren Tracks sing) kennt man dank ausgiebigem Airplay ja bereits.

Soweit, so auch die Highlights der Platte – der Großteil der restlichen Songs schifft jedoch leider in seichteren Gewässern zwischen Plastikpop und feigen, weil nie konsequent zu Ende geführten Danceelementen, alles stets überzogen von einem dickem Soundkleister, der in Ansätzen durchaus vorhandene Feinheiten sofort wieder einebnet – was "Tripomatic Fairytales 3003" gerade am Stück doch arg eintönig macht. Für die Momente von O’Riordan und vor allem Gardener muss man der Platte aber trotzdem dankbar sein.

Friedrich Reip

http://www.jamandspoon.de

 

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