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Unter widrigen Umständen, den Blick auf's Pentagon und militärische Folgen überall auf der Welt gerichtet, entsteht akustischer War On Double-U-nismus. Al Jourgensen, nach dem Abgang Paul Barkers alleiniger Kopf von Ministry, ist in vielen vergangenen Monaten inspiriert worden. Sein persönlicher Haupt-Motivator wird George W. Bush genannt, ist der mächtigste Mann der Welt. Seine Politik macht Jourgensen, sogar noch gelinde ausgedrückt, stinksauer. Deswegen klingt das neue Ministry-Album so aggressiv, brutal, von Anfang bis Ende ungestüm. Verzerrte Metal-Riffs, vielfach wiederholt, programmiertes und auch ansonsten extra-präzises Schnurstracks-Drumming, Samples und noch mehr Krach tosen gegen bösartigkes Keifen an. An wen richtet sich dieser Longplayer? Der Gegner, er ist die Zielscheibe, trägt das W. Deswegen betitelt Jourgensen, klare Absage, das erste Stück auf "Houses Of The Mole": "No 'W'" - welches mit einer Passage aus "Carmina Burana" beginnt. Und alle weiteren acht auf dem Cover aufgeführten Brachial-Kompositionen tragen auch das W an erster Stelle; vom Warten, Wertlosigkeit, der Welt und diesem kriegslüsternen Wurm handeln sie. Eindeutiges Fazit: dem Ungnädigen kein Mitgefühl, sondern die Pest an den Hals.
 Bush-ikoses Gerede ist Jourgensen das reine Grauen, von darauf folgenden Taten zu schweigen. Daher schnipselt er klare Botschaften aus dem weissen Haus in Musik, welche einen Mann aus seinem Amt katapultieren will, mit aller Kraft. Akustische Hammerschläge sollen ihn vom Sockel holen. Sägende Riffs eine Amtsperiode beenden.Das wutschnaubende Konzept schert sich wenig um Innovation, die liegt schon über ein Jahrzehnt zurück. "Houses Of The Mole" ist die Rückkehr zu blitzsauber - chirurgisch? - attackierender, atemlos zermalmender Industrial-Rock-Härte. Zorn findet in Ministrys Häusern ein mächtig Luft ablassendes Ventil
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Tobias Stalling
http://www.ministrymusic.org
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