bloom

Magazin -> Archiv

Jenni Zylka - Beat baby, beat! 

16.06.2004

In einer eigenen Band spielen, viel Geld verdienen und berühmt sein: Der Traum junger Menschen. Auch die Autorin Jenni Zylka hatte diesen Traum. Weil daraus nichts wurde, beschloss sie, ihren Traum einfach aufzuschreiben. Heraus kam der Roman "Beat baby, beat!".

Jenni Zylka - Beat baby, beat!Jenni Zylka - Beat baby, beat!Das "Baby", welches in einer Beat-Band spielen will, ist Brenda. Sie spielt eine alte Farfisa-Orgel und lernt zufällig eine Schlagzeugerin kennen. Zusammen suchen sie sich drei weitere Mädchen, um die "Beat Bande" zu gründen: Eine reine Frauen-Instrumental-Beat-Band. Was folgt, überrascht kaum. Liebe, Erfolg, Geld, Fans, Probleme, Neid, Streit. In welcher Reihenfolge, soll aber nicht verraten werden.

Zylka hat eine leichte Geschichte geschrieben, die sich der jugendlichen Umgangsprache bedient, ohne anbiedernd zu wirken. Fast zu leicht und vorhersehbar wirkt die Erzählung, sodass sie zwar jungen Mädchen sehr empfohlen werden kann, die einen letzten Ruck brauchen, um endlich auch ihre Instrumente in der Öffentlichkeit zu spielen. Ältere MusikerInnen werden diese oder ähnliche "In die Charts und zurück"-Geschichten vielleicht sogar selbst erlebt haben.

Wie die meiste "Pop-Literatur" hat auch "Beat baby, beat" einen entscheidenden Haken. Wer nicht wie die Autorin im Zeitraum um 1969 geboren wurde, wird von den vielen Anspielungen auf und Vergleichen mit Bands, Albentiteln und Songtexten nur wenige verstehen. Dem Verständnis der Geschichte schadet das nichts, aber wohl dem der Charaktere. Doch vielleicht sind diese Erwähnungen für die nächste Generation ja ein guter Grund, mal nachzuforschen, wer denn zum Beispiel The Selecter, Jimmy Smith oder The Exploited waren.

Robert Kneschke

http://www.rororo.de

 

Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen...

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.