 Nachdem es mit Drowning Pool nach der Veröffentlichung ihres Knallerdebüts „Sinner“ inklusive Hit-Single „Bodies“ (das unter anderem für eine große Kampagne der in den USA extrem populären Professional Wrestling-Company WWE eingesetzt wurde) rasant aufwärts gegangen war, mussten Band und Fans im August 2002 einen Schock erleben: Sänger Dave Williams wurde während einer Tour durch Nordamerika tot im Tourbus aufgefunden, Ursache Herzmuskelschwäche.Gut anderthalbe Jahre später setzen Drowning Pool das gefühlte Credo der damaligen Stunde – „Dave hätte gewollt, dass wir weitermachen“ (Basser Stevie Benton) – mit neuem Mann am Mikro in die Tat um, wobei von den sicher enormen psychischen Bewegungen innerhalb der Band nur wenig durchscheint: „Desensitized“ ist wie sein Vorgänger ein knackiges Stück New Rock-Musik, das frei ist von Balladenquatsch und HipHop-Spielereien und seine Stärke ganz klar im Gang nach vorn hat. Auf der Strecke bleibt in diesem Zusammenhang – allerdings fast schon genretypisch – die Abwechslung, mit „Step Up“ (das auch auf dem Hit-Soundtrack zu „The Punisher“ enthalten sein wird) und „This Life“, das auf dem ersten Riff basiert, das Gitarrist C.J. Pierce nach Williams’ Tod geschrieben hat, finden sich dann aber doch zwei herausragende Stücke. So ist es das Wichtigste an diesem Album, dass es überhaupt erschienen ist. Friedrich Reip
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