|
Acht Ohren mögen ja mehr als zwei hören. Warum die zwei zu Dublex Inc. fusionierten Dj-Duos ihr Debütalbum „Eight Ears“ aber unter den Genres „Nu-“oder gar „Acid-Jazz“ (Promo-Text) einordnen, will sich dem geneigten Hörer zunächst nicht recht erschließen.
 Und auch die Definition „Fusion“ sollte zumindest derjenige nicht allzu ernst nehmen, der unter diesem Begriff noch Musikgrößen wie die Breker Brothers oder die Soloprojekte von Billy Cobham assoziiert. Nun gut, der Begriff ist mittlerweile aufgeweicht und zumindest Funk-Einflüsse treten auf „Eight Ears“ deutlich zu Tage. So lässt ein funky Gitarrenriff schon im Intro Lust auf mehr aufkommen und druckvolle Bass-Grooves wie bspw. auf „She´ll Stay (feat. Wayne Martin)“ oder „Don´t Make Me Want You (feat. Alice Russel)“ gehen flux in die Beine. In Stücken wie „Mentiras“ wird zudem einer auf lateinamerikanisch gemacht. Das Dublex Inc. ihr Fachwerk verstehen, bewiesen sie schon mit dem Track „Tango Forte“, der den Produzenten der Sugababes als Grundlage für den Welthit „Round & Round“ diente. Die guten Ansätze werden auf „Eight Ears“ aber leider allzu oft von nervigen Streichern oder gar überflüssigen Trance-Synties („Don´t Make Me Want You“) zunichte gemacht. Immerhin, gegen Ende wird das Album ein wenig stärker, nun treten auch Mal jazzige Drum- und Bass-Samples in den Vordergrund und mit dem konsequentesten Track, „Simply Smooth“, ist Duplex Inc. eine echte Perle gelungen, die tatsächlich mal den Namen Acid-Jazz verdient. Insgesamt aber kommt „Eight Ears“ doch ein wenig zu gefällig daher. Beim Chill-Out mit Freunden am Strand oder im örtlichen Stadtpark wird der Elektro-Fan an diesem Album dennoch seine Freude haben.Joris Brandt
|
  | Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen... |
|
  |