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Ades Zabel ist Edith Schröder Superstar 

16.12.2003

Wenn Ades Zabel und Biggy van Blond ein Musical kreieren, dann dürfte schon klar sein, dass es sich dabei nur um eine Komödie mit viel Klamauk handeln kann. Leicht verdaulich ist die Kost wahrscheinlich dennoch nicht für jeden, denn es wird nicht nur sehr offen gesprochen sondern auch gezeigt.

Ades Zabel ist Edith Schröder SuperstarAdes Zabel ist Edith Schröder SuperstarAls Premierenort wählte Ades Zabel seine quasi schon Heimstätte, das BKA-Theater in Berlin-Kreuzberg. Das bietet sich auch schon deshalb an, weil der Superstar Edith Schröder im Nachbarbezirk Neukölln zu Hause ist. Ganz recht, es handelt sich um die Sozialhilfeempfängerin in dem mit Taubenkot bedeckten und bis auf ihre Wohnung leeren Hinterhaus in der Nogatstraße. Das ist allen Fans ebenso ein Begriff wie die ebenfalls dort ansässige Kneipenwirtin Jutta Hartmann, alias Bob Schneider. Wie schon im Programm „Mein Durchbruch“ hat sich zu den beiden Teufelsbergern Biggy van Blond gesellt, die nun ganz in der Nähe eine schicke Boutique betreibt. Natürlich wollen die beiden Freundinnen nur das Beste für die gute Edith und verhelfen ihr zu einem Aufstieg als Superstar. Das der Weg dahin nicht einfach ist und neben viel Disziplin auch durch das Bett des lesbischen Jurymitglieds Petra Stein führt, wird sicher jedem einleuchten. Neben bereits erwähnter Dame begegnen wir auch einem gewissen Pieter Polen, der von Stefan Kuschner dargestellt wird. Die Ähnlichkeiten der Namen mit leibhaftigen Personen der Branche sind da ganz sicher zufällig. Nummer 5 im Ensamble ist Lars Schwuchow, ebenfalls bekannt aus der letzen Show, der auch diesmal mehr oder weniger bekleidet eine gute Figur macht. Aber er war auch an der Gestaltung des Stücks maßgeblich beteiligt, da er für die Choreographie der gesamten Tanzszenen verantwortlich ist.

Das Hausfrauenmusical „Edith Schröder Superstar“ schreckt weder vor bitterböser Sozialkritik, erotischen Tanzeinlagen noch vor Minderheitenwitzen zurück. Also gar nicht in die angesagte Correctness passend und gerade deshalb so ansprechend. Die Lachsalven des Publikums sind deshalb ebenso sicher wie unvorhersehbare Überraschungen und die Einbeziehung völlig harmloser Unbeteiligter in das Bühnenspiel. Wer einen unkonventionellen Abend mit guter Zwerchfellmassage genießen will, darf diese Show im BKA-Theater nicht verpassen.

Kai Schmidt

http://www.bka-theater.de

  • bis 11.01.04 BKA-Thaeter – Berlin-Kreuzberg, Mehringdamm 34
     
  • Kartentelefon 20 22 007

 

 

 

 


 

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