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Patricia Kaas – Sexe Fort 

04.12.2003

Sexe Fort“ ist das sechste Studioalbum von Patricia Kaas. Nach dem englischsprachigen „Piano Bar“ im vergangenen Jahr nun wieder ein komplett französisch gesungenes Album.

Patricia Kaas – Sexe FortPatricia Kaas – Sexe FortDie verkauften Alben insgesamt bringen es auf über 15 Millionen Exemplare, davon 1,25 Millionen in Deutschland. Ihr Debüt legt Patricia Kaas 1988 mit dem Album „Mademoiselle chante“ vor. Der Durchbruch in Deutschland war spätestens 1993 mit dem Album „Je Te Dis Vous“ geschafft. Ihr neuestes Werke erscheint nun wenige Tage vor ihrem 37. Geburtstag.

Das erste Stück auf der CD ist gleichzeitig die erste ausgekoppelte Single, die in Frankreich bereits durchschlagenden Erfolg hatte. Kein Wunder, denn „Où sont les hommes“ ist ein kraftvoller, dynamischer und gefühlsbetonter Song. Es ist gleichzeitig das einzige von einer Frau geschriebene Stück auf dieser CD. Die anderen 14 Songs stammen aus den Federn verschiedenster Autoren und Komponisten, unter anderem von David Manet und Jean-Jaques Goldmann. Die Sängerin selbst besticht mit einer gewohnt markigen Stimme, die aber sofort noch gereifter erscheint und somit einen neuen, interessanten Reiz setzt. Es ist die Mischung aus einer rauchigen und kehligen, aber dennoch klaren Stimme, die stets eine Resonanz wie einen Nachhall mit sich zieht.

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Patricia Kaas – Sexe FortPatricia Kaas – Sexe FortDie Tracks sind ein Ausflug durch die verschiedensten Stilrichtungen, die sich unter dem Dach von Chanson und Pop vereinen lassen. Im Duett mit Stephan Eicher singt sie zu den rockigen Klängen von „On pourrait“ und lässt sich von kernigen Gitarren begleiten. Blues gehört ohne Zweifel zu ihren Favoriten und darf auch auf dieser CD nicht fehlen. Typischer als mit dem Song „C'est les femmes qui mènent la danse" hätte sie ihn wohl nicht darbieten können. Zwar glaubt man dieses oder eben ein sehr ähnliches Stück bereits sehr gut zu kennen, aber es ist eben auch sehr schön anzuhören. Fast ekstatisch geht es in der hymnischen Mischung aus Rock und Pop „Je le garde pour toi“ zu. Natürlich sind reichlich Balladen dabei, die es aber so wie „Ma bessure“ weder Kraft noch Enthusiasmus vermissen lassen. Trotz aller Vielfalt scheint aber auch kein Titel völlig herauszustechen, das gesamte Album wirkt dadurch wieder homogen und wenig reißerisch, ganz so wie man es bei Patricia Kaas gewohnt ist. Die subtilen Highlights offenbaren sich dem aufmerksamen Wiederholungshörer und sind somit Anreiz sich mit „Sexe Fort“, über ein beiläufiges Zuhören nebenbei hinaus, zu beschäftigen.

Kai Schmidt

http://www.patriciakaas.de

 

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