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Pro und contra Gitarren. Die Chicks On Speed spielen keine. Sie werden uns lieber alle retten; stehen auf der Bühne ohne Gurt, ohne verkabeltes Schrammel-Holz. Rocken die Crowd mit dem Mikrophon. That’s The Way It Goes. Für sie. Geht ja auf, selbst falls Menschen anderer Meinung sein sollten.
 Frank Zappa meinte vor über zwanzig Jahren: Maul halten - auch, wenn er sich selber seltener daran und eben jenes hielt -, und die Saiten picken, tappen, slappen, in sie zu hauen. Betitelte eines seiner Alben mit diesem Wahlspruch: “Shut Up ’N Play Yer Guitar“. Die drei akademischen Cosmopoli-Chicks wollen vom Gegenteil überzeugen. Reden, unter Verzicht auf das twängende Haupt-Instrument von 80 Millionen Bands zwischen Oslo und Kapstadt. Tanzbar manifestiert “We Don’t Play Guitars“ ihren Speed-Way: die Mischung aus Band, Modenschau, klingendem Kunstprojekt, ökonomischem und soziologischem Experiment.
4 Remixe betonen die Saitensprung-Abstinenz und andauernde Griffbrett-Wichserei-Enthaltsamkeit. Mittels pumpender Bassdrum dringen sie in den Rumpf, paaren oben drüber Sprechgesang mit Hyterie. Während Peaches, als Gaststar mit dabei, die sechssaitige Rock-Rakete gleich wieder steigen lässt. Sie spielt Gitarre.
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Tobias Stalling
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