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Jason Pierce (ex-Spacemen 3) meldet sich mit seinem Projekt Spiritualized zurück. Leider ohne irgendwelche Infos, so dass der Rezensent nicht mit Darstellungen von Bandumbesetzungen, Inspirationsquellen der Musiker und sonstigen Nebensächlichkeiten davon ablenken kann, dass er, wie eigentlich immer, zunächst ratlos vor der Musik auf diesem Album sitzt.
 Denn auf Amazing Grace finden sich zum einen von Velvet Underground beeinflusste Rocker wie „Never goin back“, „She kissed me (it felt like a hit)“ und „This little life of mine“. Dazu kommen aber eine weit größere Zahl geradezu besinnlicher und scheinbar religiös beseelter (wie passend) Titel, die den gerade aufgewühlten Hörer unwillkürlich zur Ruhe nötigen, den eventuell noch der vorhergehenden Nummer nachnickenden Kopf langsam aber unnachgiebig an die Couchlehne zurückzwingen. Dass Titel wie „Hold on“ sich dabei nicht richtig entscheiden können, ob sie nun lieber ins Country- oder ins Gospel-Genre abdriften möchten, wird aber nach mehrmaligem Hören unerheblich, denn mit himmlichen Chören wie bei „Oh Baby“ oder souligen Bläsern wie bei „The Power and the Glory“ hat einfach jede Platte gewonnen. Dass Pierce aber wieder beim 4-Minuten Pop-Format angekommen ist und manche hymnische Nummer endet, bevor die im Hörer anschwellende Inbrunst sich so entfalten konnte, dass er in vollster Verzückung Jason Pierce oder auch „the Lord“ zu preisen bereit ist, muss allerdings Abzüge geben. Damit wurde denn auch die Chance für höchste Preisungen durch den Rezensenten, der bei solcher Musik einfach mindestens 5 Minuten braucht, um in volle Verzückung zu geraten, vergeben.Pierce ist damit nach Waterboys-Mastermind Mike Scott bereits der zweite Musiker von der Insel, der solch religiöse Anwandlungen hat. Ob das der lange erwartete nächste Trend ist? Dominik Engel
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http://www.spiritualized.com
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