 Hier nun haben die Oberstones Jagger und Richards erstmals Remixe ihres Knallers „Sympathy for the Devil“ in Auftrag gegeben. Das HipHop-Produzenten-Team The Neptunes, Full Phatt und Fatboy Slim waren die Auserwählten, die sich daran versuchen durften. Die Nase vorn haben in dem Dreikampf knapp die Neptunes (Radio Edit 4:04, Full Length 5:54) mit ihrer indian flavored durch fetten Bass, einige zusätzliche Percussions und Akustikgitarren, dosierte Sitarklänge und Streicher(!) sowie gutplatzierte Breaks bereicherten Version, die ohne elektronischen Schnickschnack auskommt und für jeden Rockfan gut genießbar ist. Auch der Full Phatt-Remix (5:30), der deutlich mehr nach HipHop klingt und eine Reihe elektronischer Effekte enthält, dafür aber die Background Uuh-Huu’s nicht so aufdringlich präsentiert wie die beiden Konkurrenten, kann überzeugen. Full Phat stellten Jaggers Gesang deutlich in den Mittelpunkt und verwenden vom Rest der Originalmusikspuren nur wenig, was dem Song aber durchaus gut tut. Die Version wirkt auch viel entspannter als die beiden anderen, muss aber hinter den gelungenen Arrangement-Ideen der Neptunes zurückstehen Auf die unterste Stufe des Siegertreppchens muss sich Fatboy Slim a.k.a. Norman Cook stellen, der zwar zum Besten gibt, dass sein erster Versuch für Mick Jagger zuviel Respekt vor dem Original gezeigt hätte, weshalb nun diese mit 8:22 viel zu lange Version herauskam, die angeblich in Clubs gut funktioniert. So ist es Cook nun gelungen, dem Titel seinen typischen Sound zu geben, doch nach etwa 5-6 Minuten ermüden die einzelnen Spielereien und Effekte über den Uuh-Huus unheimlich. Der Fan wird diese Maxi wie ich sowieso brauchen und den Rockpuristen darf ich versprechen, es ist gar nicht so schlimm wie man hätte befürchten können, die Neptunes und Full Phatt-Versionen sind sehr gut gelungen! Schade nur, dass man nicht die Gelegenheit genutzt hat, auch eine der Früh-Versionen des Songs aus dem Godard-Film "One plus One" ebenfalls noch dazu zu packen. Dominik Engel
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