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Man muss sie doch einfach mögen, die Fun Lovin Criminals. Und wer könnte sich ihnen verweigern?
 Fans von Lenny Kravitz doch wohl unmöglich, wenn sie „Stray Bullit“ hören. Und auch wenn Sänger Huey nicht die tiefe Schlafzimmerstimme des verstorbenen Barry White besitzt, so wurde er doch angeblich von jenem in das Mysterium der Weiblichkeit (und deren musikalische Empfänglichkeiten) eingeführt, was er früher schon mit dem Titel „Love Unlimited“ (auf „100% Colombian“) und nun erneut mit „Friday Night“ unter Beweis stellt. Wer schon lange bedauert, dass die Climax Blues Band keine Platten mehr macht, wurde ja auch bereits einmal mit der FLC-Cover-Version von „Couldn’t get it right“ (auf „Mimosa“) gelockt, diesmal wird mit „Livin on the streets“ ein bisschen nachgelegt. Neben tiefen, locker groovenden Bässen lassen die Style-Banditos aber auch immer wieder wohldosierte Lounge, HipHop und Hardrock-Einflüsse hören, so dass mit „Welcome to Poppys“ einfach ein typisches Fun Lovin Criminals Album vorliegt, das man einfach lieben muss, wenn man die Vorgänger mochte. Und wer einen rockballadesken Titel „Steak Knife“ („All i got me here is my steak knife and a bottle of wine“) und dafür einen Punk-Rocker „Baby“ tituliert, kann sowieso kein schlechter Mensch sein, oder?
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Dazu kommt noch die der Doors’schen Idee zu „Morrison Hotel“ nachempfundene Cover- und Titelgestaltung, die Ladenfront von Poppys mit einer FLC Leuchtreklame im Schaufenster (im Gegensatz zum Doors-Album ist das Bild hier aber auf der Rückseite). Bleibt der einzige Verdachtsmoment, dass das Promoinfo zu 95% die Bandgeschichte und nur im Schlussabschnitt das aktuelle Album behandelt. Da war die Promotionabteilung vielleicht mit der musikalischen Spannbreite des Albums schlicht überfordert. Dominik Engel
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