 Die Band aus Los Angeles versucht sich dankenswerterweise nicht so sehr
als Garage-Rock-Combo,
sondern ersetzt das Punk-Element von The Strokes und Konsorten durch
einen dopigen Rave-Exzess,
der sich im Krach von drei Gitarren, zwei schepprigen Schlagzeug-Kits
und einer schwurbelnden
Orgel, an der das einzige Mädchen der Band sitzt, in einem fort selbst
feiert. Was Referenzen von
Velvet Underground über Spacemen 3 bis zu den Dandy Warhols auf
den Plan ruft. "Heroin is so
passé" ist allerdings passé, anno 2003 darf man wieder "The Dope Feels
Good" singen und sich
dabei auch so anhören. Vorbild werden funktioniert anders.Der Grund, aus dem "Phoenix" trotzdem zu den Gewinnern gehört, sind die
glorreichen Melodien, die
Songs wie "Shake The Dope Out" oder "Baby Blue" zum Schimmern
bringen, die es aber auch in
Ungetümen wie der ersten Single "Hurricane Heart Attack" oder dem
14-minütigen Schlusstrack "Oh
Shadie" immer wieder an die aufgewühlte Oberfläche schaffen und
"Phoenix" so zu mehr als einem
weiteren guten Album machen, zu einer aufgekratzten Ode an gute Zeiten.
Ob man für die nun die
Gesellschaft von Drogen braucht oder nicht. Friedrich Reip
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