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common dream – someone could 

24.09.2003

Bei der vorliegenden Maxi geht’s vornehmlich um den Song „Someone could“. Vornehmlich deshalb, weil dieser Track gleich in 7 verschiedenen Versionen dargeboten wird. Auch das zugehörige Video fehlt nicht. Da waren’s also 8. Ein einziges mal nur wird der Remix-Reigen unterbrochen. Dies erledigt „Bloodflowers“. Hierbei handelt es sich um eine The Cure Coverversion. Vom Synthiesound her geht’s straight back to the 80s. Mal wieder. Doch halt, nicht nur die Soundstruktur greift die Stimmung von vor 20 Jahren auf. Der Sänger dürfte bei Wer- singt-wie-Howard Jones-Wettbewerben sämtliche ausgelobten Preise abräumen.

Tja, und da liegt auch der Hund begraben. Bis zum heutigen Tage kann und konnte ich mich noch nie so richtig entscheiden – ist/war Howard Jones nun cool oder einfach nur Pseudo-Avantgardist. Das einst prima ballernde, aus dem Hut gezauberte „New Song“ spricht für ihn. Die von ihm vorgetragene Dorfdisco-Nummer „What is love“ dagegen zwingt mich zum Abwenden. Vor dem Erbrechen. Bei der Gelegenheit - A Flock of Seagull kommen mir beim Abspielen der hier vorliegenden Veröffentlichung ebenso in den Sinn. Sind wir ehrlich, bei denen verhielt es sich doch ähnlich - auch weder Fisch noch Fleisch.

common dream – someone couldcommon dream – someone couldZurück zu common dream. Das Dreigespann besteht aus Konrad Niedojadlo, Thomas Rózowski, und David Niedojadlo. Die Kerls machen ihre Sache schon ausgesprochen gut. Solides Handwerk aus der Abteilung Synthiepop. Der Song ist in seiner ursprünglichen Version vielleicht ein klein wenig zu zahm geraten. Aber für den Fall gibt’s ja das mitgelieferte Remix-Bundle. Colony 5, die Kollegen der etwas härteren Gangart, haben zum Beispiel den Arpegremix beigesteuert. Und hierbei das Ruder verzogen. Dieser Output entstand wohl an einem ihrer schlechteren Tage. Futurepop-Gebolze im Hintergrund, verzerrte Vocals im Vordergrund. Irgendwie lustlos.

Der Out of my head Mix geht allerdings durch. Der ursprüngliche Pop-Charakter wurde nicht angetastet und die BPM-Rate ein wenig gedrosselt. So wird aus dem einstigen Mid-Tempo Song eine anhörenswerte Ballade mit fetten Sounds. Hinter diesem Remix steckt übrigens Remi Szyszka von Psyche. Es müssen halt nur die Richtigen ran!

Ja, „Bloodflowers“ funktioniert auch. Wie das Original ist dieses Plagiat eine eher düstere Angelegenheit. Verwunderlich nur, dass mich ausgerechnet der im letzten Drittel dieses Songs ansässige Gitarrenpart zu verzücken vermag. Dieser fällt nicht aus dem Rahmen, schüttelt einen aber dennoch und reißt zwangsläufig mit. Irgendwie. Irgendwo. Nein, nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn er aus den Boxen fetzt.

common dream – someone couldcommon dream – someone couldcommon dream - für mich zum jetzigen Zeitpunkt eine durchaus ambitionierte, zuweilen allerdings undurchsichtige Angelegenheit. Welche es zweifelsohne weiter zu beobachten gilt. Werde ich auch tun. Gelegenheit wird’s geben. Für dieser Tage steht bereits deren Longplayer „Gravity“ ins Haus. Das könnte durchaus was werden.

Volker Büttner

http://www.commondream.pl http://www.blackflames.prv.pl/

 

 

 

 


 

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