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Die Glamour-Welt der Hochglanz-Magazine ist für dauerhafte Aufenthalte des tatsächlichen Wohlbefindens wohl zu künstlich und kalt. Selbst mit distanzierender Maskerade, aus der Position beobachtender Betrachtungsferne und skeptischer Ironie hantierend, mit behutsam selbst-schützendem Vorgehen beschäftigt, dann doch unerträglich. Verdirbt den Charakter, höhlt aus. Gerade empfindsame Menschen. Das hypermelodische Epos “Living In A Magazine“ ist darum unreproduzierbar, kann keine gleichartige Fortsetzung finden.
 Die Rückkehr ins Rampenlicht der Neon-Scheinwerfer zeigt Zoot Woman verändert. 2001, mit ihrem Debüt, kehrten sie komplett in die Zukunft der 80er zurück. Nun sind sie bei sich selbst angekommen – weshalb das Album den Band-Namen als Titel trägt. Im Innern. Mitten ins eigene Herz getroffen, strömt "Zoot Woman" Gefühlsintensitäten aus. Das Leiden der Leidenschaft. Es färbt Tage grau. Trist. Ungemütlich. Wie Regen im sensiblen Organismus. Nimmt jegliche Hoffnung. Lässt alles sinnlos erscheinen. Ist der traurige Blick in den Spiegel. Im melancholischen Genuss des selbstmitleidig Liebenden. Suhlen im Kummer arrangiert schmeichelhafte Herzenslieder der Anbetung, vorübergehenden Selbstaufgabe, tief empfundenen Wehleids, der hoch geschätzten Empfindsamkeit.
Keine Rettung – außer märchenhaft-perfekter Pop-Musik – in Sicht. Bis das nächste “Woman Wonder“ mit den Sinnen anstellt, was nur das L-Phänomen vermag.
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Tobias Stalling
http://www.zootwoman.com
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