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Karl Bartos – Communication 

07.09.2003

Seit Ende Juli werden die Homepage-Besucher (bei eingeschalteten Lautsprechern) von Karl Bartos mit einem Elektro-Inferno begrüßt. Eine winzig kleine Sequenz nur, die den Interessierten einen Vorgeschmack auf den in der Startrampe stehenden Longplayer „Communication“ liefern soll. Einmal gehört, dürfte es wohl kaum einem anständigen Elektro- bzw. Synthiepop-Liebhaber gelungen sein, sich dem dort dargebotenen Sound zu entziehen. Ein staubtrockenes, hektisch melodisches Sequenzer-Stakatto dreht dort seine virtuellen Runden.

Karl Bartos – CommunicationKarl Bartos – CommunicationDas Album beginnt mit „The Camera“ und eröffnet mit eben dieser aus dem Web bekannten Sequenz. Gesang gibt’s auch – mittels vollem Vocodereinsatz. Wobei, möglicherweise ist dies mittlerweile die Originalstimme. Man bedenke, was der Mann so alles hinter sich hat. Im Laufe der Jahrzehnte hört man sich da vielleicht einfach so an. Der Song selbst offenbart Data Pop mit all den markanten KlingKlängen, wie man sie sich von einem Musiker wie Bartos nur wünschen kann.

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Karl Bartos – CommunicationKarl Bartos – Communication15 Minutes of Fame“ erschien bereits vor 3 Jahren als Single und ist auf dieser Scheibe ebenfalls mit vertreten. Bereits zur Mitte des Albums hin lässt sich sagen, Bartos macht aus seiner Vergangenheit keinen Hehl und bietet mit diesem Longplayer schnörkellose elektronische Musik mit genau den Klanggebilden, die seine Anhänger so sehr lieben. „Electronic Apeman“ oder auch „Life“ beweisen, dass die reale Stimme doch noch vorhanden ist. Insbesondere der Gesang bei „Life“ erinnert angenehm stark an New Order. Ob „Cyperspace“, „Interview“ oder auch „Ultraviolet“ – all diese Songs finden durchaus auch jeder für sich mit ihren jeweils ganz eigenen Charakteren ihren Weg zum Konsumenten – als Paketlösung, hintereinander abgespielt, sind diese Nummern nahezu unschlagbar.

Karl Bartos Verständnis von elektronischer Musik und kurzweiliger Unterhaltung machen „Communication“ zu einer ganz feinen vollelektronischen Angelegenheit. Kein Schein. Nur Sein.

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Karl Bartos – CommunicationKarl Bartos – CommunicationBei dem 96er Album „Raise the Pressure“ von Electronic trat Bartos als Gastmusiker, Komponist und Sänger in Erscheinung und drückte dieser Veröffentlichung die bis zu seinem Erscheinen fehlende Elektrostruktur auf. Bernard Sumner, Johnny Marr und Karl Bartos. Will heißen New Order, The Smiths und Kraftwerk in einem Boot. Diese zusammengeschaltete Qualitätsoffensive lieferte mit diesem Album wohl eines der zeitlosesten Pop-Perlen überhaupt ab. Und bis heute hat dies keiner so richtig wahrgenommen. Wieso eigentlich?

Sei’s drum, schon damals konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Vorzeigeelektroniker Karl Bartos gewiss noch einiges mehr zu bieten hat als bloße Gastspielauftritte. Heute, 7 Jahre später, wird’s geboten. Der Mann hat noch genug Feuer. Und reichlich Energie. Die reicht locker zum Betrieb eines eigenen Kraftwerks.

Volker Büttner

http://www.karlbartos.de

 

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