 Sollte nur nicht süchtig machen, weil ansonsten die Welt dort draußen ohne eigene Beteiligung vorbeizieht. Dann schimmeln die Lebensmittel im Kühlschrank, das Konto ist irgendwann leer, dann überzogen, schon bald darauf kommt so ein herb-säuerlich-pilziger Geruch aus der Wohnung. Der Rest ist Asche zu Asche und Staub zu Staub.
Cosmotron haben das Fensterbrett längst geräumt. So vielen verwirrenden Gedanken nachzuhängen aufgehört; diese zu bändigen verstanden, mit der Gruppendynamik des alternativen Rock. Sie müssen hinaus, die verwirrende Welt anschauen.Ihre eigene ist zwar nur selten eitel Sonnenschein, dafür jedoch ein ausgesprochen vielfältiges Gesteck verschieden-farbiger Blumen des Melodramatisch-Melodiösen. Einige davon besitzen Dornen, andere richten die verblühenden Häupter Richtung Boden. Doch Cosmotrons groß angelegte Hymnen-Haftigkeit bleibt unverborgen. Prächtig gedeihen Tonfolgen, die strahlen können oder Stimmungen verdunkeln. Selbst heulende Wah-Wah-Gitarren, Alternative-Rock-Riffs, echonde Sphärik nehmen der allgemeinen Catchy-ness nicht ihren Schwung.
Es sind Lieder natürlicher Einfachheit - oder einfacher Natürlichkeit? -, die "Antiparallel", trotz mancher aggressiv posaunender Passagen, eingängig machen.
Hooklines To The Max, oder so ähnlich. Bei "Eye For An Eye", dem lautstark anschwellenden Mantra-Rocker des Albums, und "Tram", der Hand-auflegenden Zukunftsdeuterin, schlängeln sich Gesangslinien sogar hypnotisch ins Bewusstsein.
|