 Auf dem Album finden sich - dem Onkel sei Dank -, so griffige Titel wie z. B. „Untersynchrone Bremsung“, „Rotationsmeter“, „Meisterschalter“ oder „Messwerterfassung“. Konzept ist schließlich Konzept. „Kontaktlose Befehlsgeber“ bringt ein lupenreines Instrumentalstück an den Tag. Eine gezügelte Drum-Machine paart sich mit weitflächigen Synthiesounds. Dieses Gespann wird punktuell mit Klängen aus der EBM-Welt angereichert. Bei dem Sound kommt einem durchaus Jean Michel Jarre in den Sinn. Der ist zwar bekannt, war aber nie so richtig hip. Als Referenz wesentlich besser geeignet wären daher Final Selection. Wolff verdeutlicht mit diesem Release, wie sehr analoge 80er-Sounds grooven können. Sofern man ihnen denn nur den notwendigen Schub mitgibt und selbigen ab und an abrupt unterbricht. Aber nur zu dem Zweck, um Sekundenbruchteile später eine neue Soundformation weitergaloppieren zu lassen. Take a break. Take a Patenbrigade. „Führer WC“ – ein starkes Kind. Kraftvoll, verspielt. Hier werden mächtige Schalter umgelegt. Ein wuchtiger, nicht zu deftiger Synthiesound greift um sich – zum Ausgleich leitet die Nummer direkt über in die sphärischen Weiten des Songs „Thyristoren“. Chill out.
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