bloom

Magazin -> Archiv

Ramone – Don’t Get High On Your Own Supply 

07.02.2003

Wer jemals versucht hat, einen halbwegs angenehmen Flow mit dem Computer-Programm Fasttracker herzustellen, wird meine Hochachtung vor Ramone verstehen. Andi Horvath, so sein bürgerlicher Name, präsentiert mit "Don’t Get High On You Own Supply" gleich einen ganzen durchgängigen 75-Minuten-Mix.

Ramone – Don’t Get High On Your Own SupplyRamone – Don’t Get High On Your Own SupplyRichtig, 75 Minuten HipHop werdet ihr auf diesem Album hören, das Ganze sogar instrumental. Hier werden nicht einfach zwanzig Stücke aneinandergeklatscht sondern wird liebevoll einen breiter Bogen gespannt. Der ruht auf den HipHop-Beats, durchquert Drum & Bass-Ebenen, schlägt sich durch tranceartige Wälder, erklimmt kurzzeitig Jungle-Gebirge und entspannt sich an Chill-Out-Seen.

Wie eine Reise durch Plattenregale, Musikwelten und einen Soundkosmos hört sich der nie langweilige Mix an. Viel zu schade für Hintergrundmusik. Selbst wenn die Gedanken versuchen wollen, wegzudriften, der nächste Sample holt sie garantiert wieder zurück. Kurzweilig, unterhaltsam, ohne Brüche. Empfehlenswert.

Umso trauriger ist es, dass es nicht mehr Mixe werden können. Ramone starb unerwartet im Juni 2001, noch bevor diese fertig gemixte CD in den Handel gelang. Wünschen wir ihm, dass es, dort wo er jetzt ist, Mischpulte gibt.

Robert Kneschke

http://www.modul8.de

 

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.