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The Ark - In lust we trust 

23.11.2002

Gegründet wurde The Ark 1991 im südlichen Schweden, von dieser Besetzung sind heute noch drei Bandmitglieder übrig. Lange mussten sie warten, bis die Welt für sie bereit war – oder zumindest Schweden. Doch 1999 war es schließlich soweit und ihre erste Single „Let your body decide“ stürmte gleich auf die vorderen Plätze der schwedischen Charts. Diesen Weg nahmen auch die Nachfolgesingle „It fools to remain the same“ und das Debütalbum „We are The Ark“, das sogar Madonna von der Nr. 1 verdrängte.

The Ark - In lust we trustThe Ark - In lust we trustNachdem das Nachfolgealbum schon im August die Spitzenposition der schwedischen Charts erklomm, ist es nun endlich auch bei uns erhältlich. The Ark verfolgen weiterhin die Richtung, die sie mit dem Debüt eingeschlagen haben: große Melodien zum Mitsingen, pompöse Instrumentierungen, hippieske bis sarkastische Texte, nur dies alles nun noch größer. Die Melodien hängen einem für Stunden im Ohr, jeder Song ist ein kleines Musical, baut sich langsam auf, die Musik schwillt an und erlöst sich dann mit einem großen Chor, Streichern – Spektakel.

Die Texte beschäftigen sich zum einen mit dem unerschöpflichen Thema Liebe, und wer bei Texten wie „And if there is disease in you, I want to have that disease too, 'cause I want everything that is inside you“ keine Träne im Augenwinkel hat, muss ein Herz aus Stein haben. Aber auch in den politischen Songs bezieht Sänger und Songschreiber Ola Salo deutlich Stellung, wenn er z.B. in der Single (!) „Father of a son“ für die Gleichstellung Homosexueller als Eltern plädiert und singt „And I may be gay, but I can tell you straight away, the I become a better father than all of you anyway“.

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The Ark - In lust we trustThe Ark - In lust we trustMusikalisch eine Mischung zwischen Placebo, Queen und dem David Bowie der Ziggy-Stardust-Phase mit universell gültigen Texten sind The Ark zwar kitschig und ziemlich überkandidelt und doch berühren sie mein Herz, denn bei jedem Ton spüre ich: Da ist nichts künstliches. Die Musik und die Texte die sie darbieten leben sie auch. Und das ist in Zeiten von Britney Spears und Limp Bizkit etwas ganz besonderes.

Dann drücke ich auf „Repeat“ und der graue Herbsthimmel wird plötzlich blau und so kalt es draußen auch sein mag, um mein Herz breitet sich eine große Wärme aus.

Johannes Mihram

http://www.thearkworld.com - http://www.theark.de

  • 18.12.02 München, Atomic-Café

 

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