 "Toxic Sweet Love" ist das dritte Album der Berliner Ska-Lokalmatadore. Mit dem, was sie auf der CD bieten, haben sie die besten Voraussetzungen, auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannter zu werden.Seit 1994 bereichern sie die Musikszene der Stadt mit Ska-Rhythmen. Durchaus schnelle Nummern sind in ihrem Programm vorhanden. Die liegen den Special Guests aber nicht. Immerhin nimmt die Band davon Notiz und nennt ihr schnellstes Lied "Bad Song". Der Refrain: "Skip this track / if you like it you're wrong". Wirklich entfalten kann sich die Band erst bei gemächlicherem Tempo. Da blüht sie richtig auf. Glänzende Beispiele dafür sind das instrumentale Intro "Osaka", "Fallen" oder der Blind Track. Textlich kreisen die Lieder immer nur um das Eine: Zwischenmenschliche Beziehungen. Wenn sich die Resultate aber so tanzbar anhören, ist dagegen wenig zu sagen. Im Prinzip ist es jedoch egal, wie gut die Songs auf der CD sind. Denn allein für den Song "School Girl" hat sich die Band eine Auszeichnung verdient. Wer nur einen Moment nicht genau aufpasst, könnte denken, der Meister Judge Dread höchstpersönlich auferstanden wäre, um diesen Song zu schreiben und zu singen. Unbedingt anhören! Ist das wirklich keine Cover-Version eines unveröffentlichten Judge Dread-Songs? Wer das Lied gehört hat, wird meine Zweifel verstehen. Und hoffentlich die Begeisterung teilen. Hey, Special Guests, falls ihr überlegt, welchen Song ihr als Single auskoppeln könnt, mein Vorschlag steht fest!
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