bloom

Magazin -> Archiv

Shaggy – Lucky Day 

12.11.2002

Das letzte Album von Shaggy, der Remix-Verschnitt von "Hot Shot", begeisterte mich nicht. Umso erstaunter bin ich über dieses Album.

Shaggy – Lucky DayShaggy – Lucky DayGleich der erste Song "Shake Shake Shake" fasziniert durch eine dunkle, fast minimalistische Bassline. Ebenso wie die anderen Songs lassen sich die Riddims schwer einordnen. Nicht mehr ganz Dancehall, aber noch kein HipHop. Der Stil ist hörbar durch neuere US-amerikanische HipHop-Produktionen geprägt, pickt sich aber gleichzeitig die Rosinen aus aktuellen Dancehall-Riddims raus. Stampfend rollt der Bass über die Songs und hinterlässt Staunen.

.

Shaggy – Lucky DayShaggy – Lucky DayTextlich ist Shaggy noch nie für eine Überraschung gut gewesen. "Mr. Loverman" präsentiert sich eindeutig als potenter Mann, der die Frauen liebt. Schon das Cover ziert Shaggy mit offenen Hemdknöpfen, loser Gürtelschnalle und geöffnetem Schritt. Die Lieder thematisieren, Liebe, Sex, schöne Frauenkörper, Hingabe und Weiblichkeit. Manchmal eindeutig ins Sexistische abdriftend, fängt Shaggy sich in anderen Songs wieder. Positives, aber leider seltenes Beispiel ist der Song "Full Control". Zusammen mit Barrington Levy stellt er da die Unabhängigkeit der Frau in den Vordergrund. Der zweite Song dieser Art "Strength Of A Woman" verliert stark an Kraft durch überdeutlich kitschige Streichersätze, Gospelchor und Bluesgitarre.

Andere prominente Gäste sind Brian & Tony Gold, Sean Paul, Mona und Ricardo "Rik Rok" Ducent. Ein Album, was das Potential hat, ebenso wie "Hot Shot" Platin einzuspielen. Wer sich an übertriebener Männlichkeit nicht stört, dem wird dieses Album gefallen.

Robert Kneschke

http://www.shaggyonline.com

 

Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen...

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.