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Schlägt man "Have You Fed The Fish?" auf, sieht man ein paar farbige Kreise. An sich hübsch, hat man ähnlich in diesem Jahr aber mindestens schon bei The Music und
Supergrass gesehen, und nach dem Brückenschlag zum Urteil, das dritte, neue Album von Badly Drawn Boy sei ebenfalls
nicht sonderlich originell, juckt es schon in den Fingern, noch ehe man den ersten Ton des Intros "Coming Into Land" gehört hat.
 Nun, aus dem Brückenschlag ist nichts geworden, denn, um es vorwegzunehmen: Ob man Damon Goughs nölige Stimme nun leiden kann oder nicht, steht nach wie vor auf einem
anderen Papier, aber "Have You Fed The Fish?" mangelt es nun wahrlich nicht an schrägen (Klang-)Ideen - zumal es sich nicht
nur auf den gängigen Popspielwiesen austobt, sondern den einen oder anderen augenscheinlichen Stilbruch bewusst inszeniert. Das knarzige Gitarrensolo in "Born Again" etwa, das beswingte
Miteinander von Bläsern und Streichern in "All Possibilites" (zugleich der Alternativtitel des Albums), das Bassintro in "Using Our Feet" (einem von zwei Songs, für die Charlotte Gainsbourg die Background Vocals eingesungen hat) oder das Barpiano im Refrain von "Tickets To What You
Need" sind sonst nur selten zu bewundernde Exoten, die hier zusammengehen mit einem routinierten, nie jedoch altbackenen Songwriting, das über die schwerlich
verwechselbare Stimme Goughs hinaus jedes der 15 Stücke unverwechselbar als Badly Drawn Boy-Komposition erkennbar macht, was die angewachsene Fangemeinde des kauzigen Mützenträgers zum Feiern veranlassen dürfte.Noch einmal zurück zum Anfang. Sowohl das Debüt von The Music als auch "Life On Other Planets" sind fantastische Platten, die bei der Vergabe des Titels "Album des Jahres" ein ernsthaftes Wort mitreden dürfen. Und ein Brückenschlag in diese Richtung hat nach den noch frischen Eindrücken von "Have You Fed The Fish?" doch einiges mehr an Berechtigung. Friedrich Reip
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http://www.badlydrawnboy.co.uk
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