 Daniel Sluga alias Fader Gladiator will 'nur' eine Werkschau präsentieren. Seit über zehn Jahren bereichert er die deutsche HipHop-Szene zum Beispiel durch die Gründung von Crews und Bands wie CUS und Die Firma oder Labels wie Blitz-Vinyl und LaCosaMia. Seine erste Begegnung mit HipHop geschah um 1982. Fader erinnert sich: "Die ersten Tracks waren 'Planet Rock' und eine ganze Reihe von den frühren 'Electro-Platten', sowie die ersten Werke von Grandmaster Flash."So ist es kein Wunder, dass die Liste der Beteiligten auf dem Album imposant ist: CUS, Kaos, Curse, Gianni, Blitz Mob, LSD, Gentleman, Die Firma, deren Hausproduzent Fader Gladiator ist, und andere gibt es in 77 Minuten zu hören. Deutlich zu unterscheiden die alten Tracks, welche sich langsam scheppernd wiederholen und die neueren Produktionen, die filigraner und ausgefeilter erscheinen. Verbindendes Element immer die leicht düstere, melancholische Stimmung, die Fader in seinen Stücken versteckt. Nur die bläserlastige Reggae-Nummer "Das Gift" mit Flowin Immo fällt da aus dem Rahmen. Das Lieblingsinstrument von Fader Gladiator ist hörbar immer noch der Sampler. Welche Platte er am liebsten zum Samplen nutzt? "Kein Kommentar!" Nicht zur hören auf dem Album, aber trotzdem produziert oder zusammengearbeitet hat Fader Gladiator zum Beispiel mit MC Rene, Äi-Tiem, Tony Cook oder dem Plattenpapzt. Auf seiner Wunschliste für ein künftige Zusammenarbeit stehen noch: "Kool Keith, Rakim, Kool G Rap und Dr. Der..." Für Firma-Fans ist die CD aufgrund der raren Tracks wie "Akte 99" oder der Live-Version von "Kap der guten Hoffnung" mit der Killin Riddim Section ein Muss. Für Liebhaber von Oldschool-Sounds ebenso.
|