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Sono – Solid State |
01.10.2002
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Der Bandname ist kurz, knackig, dynamisch, kraftvoll und einprägsam: Sono! Bam, das sitzt! Und schaut man in die Wörterbücher, dann steht bei Esperanto und Latein etwas von "Klang/Sound, Musik machen, Singen, Feiern". Und seien wir mal ehrlich: trefflicher konnte der Bandname der drei Hamburger Martin Weiland, Lennart A. Salomon und Florian Sikorski nicht gewählt werden! Sono machen Advanced Pop. Eine Kategorie für jene, deren Musik nicht in die üblichen Schubladen passt. Dance, Soul, Minimal Elektro, Pop und Rock. All das ist Sono – und auch irgendwie wieder nicht. Es ist was Neues. Und wer's nicht glaubt, der kann sich jetzt endlich mit Hilfe das lang erwarteten Debut-Albums "Solid State" davon überzeugen!
 Kennt man bereits die Billboard Award-winning Single "Keep Control" und die folgenden Auskopplungen "Blame" und "2000 Guns", dann kann man sich ein Bild davon machen, was einen wohl erwartet. "Keep Control" ist zum Beispiel ein Stück, in dem es um einen Neuanfang geht und alles Schlechte vermieden werden soll ("I break up all the things behind me [...] pushed away all the troubles around me"). Dieses Lied war wohl einer der Floor-Filler des letzten Jahres. Mit wenigen Klängen ist es Sono gelungen einen treibenden Rhythmus zu erzeugen. Ein scharfer Staccato-Synthesizer, dessen Melodie mit nur 2 Noten auskommmt, verleiht dem Ganzen noch mehr Kraft. So wie in "Keep Control" sind auch in "Blame" die Vocals und die Stimme von Lennart perfekt auf die Musik abgestimmt und erzeugen eine kraftvolle Symbiose aus Gesang und pumpenden minimal Sounds. "2000 Guns", die aktuelle Single-Auskopplung geht da noch einen Schritt weiter, und ist wohl nicht umsonst der Opener des Albums, nach dem kurzen und traurig stimmenden Streicher/Piano Arrangement "Snow", das als Intro gilt.
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 In "2000 Guns" geht es um die Waffengewalt auf der Erde und deren Folgen. Der Text klagt an und regt tatsächlich zum nachdenken an. Mit "Since You're Gone" wird uns dann ein Lied vorgelegt, in dem es um eine zerbrochene Beziehung geht. Ebenso wie bei vielen der anderen Stücke ist es auch hier so, dass die Melodie allein von der klaren Stimme Lennarts getragen wird. Strings und Instrumente sind einzig dazu da, die Atmosphäre zu verstärken, oder ansatzweise Melodien anzudeuten. Mit "Breaking the Bridges" folgt dann ein perkussives Highlight, das aus der Tiefe des Groovekosmos zu kommen scheint. Und ganz dezent schneidet einige Male eine E-Gitarre rein.
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 Soul bekommt man mit "Red Sky" serviert. Tiefe Streicher und zurückhaltende Drums begleiten die Geschichte zweier Liebenden. Zum chillen kommt man aber auch: "God's Town" ist ein reines, verträumtes Instrumental. Lennart's Gitarrenklänge bilden zusammen mit den String-Arrangements und den Drumbeats ein kleines friedliches Einod. Rockiger wird es mit "Movin On". Übersteuernder Sprechgesang und Overdrive-Gitarren versorgen den geneigten Hörer mit viel Power und einem motivierenden Chorus. Beendet wird das Album mit zwei gegensätzlichen Stücken. In "Still The Drug" wird eine Disco-Nacht unter Drogen geschildert. Mehrstimmiger Gesang trägt einen melodischen und doch warnenden Refrain vor. Das Duett "Wherever You Go" ist dann noch mal eine wunderschöne, teilweise melancholische, orchestrale Ballade. Der Text ist dagegen voller positiver Energie, Zweisamkeit und der "Wir-werden-immer-zusammen-sein-egal-was-passiert-Mentalität". Das Lied wirkt fast wie der Gegensatz zu "Since You're Gone" und gipfelt in einem herrlichen Finale von Jorane's Stimme und den Streicher-Arrangements.Jetzt wissen wir, wieso die Band sich Sono nannte. Selten zuvor habe ich so perfekt ausgewählte und fein sortierte Klänge, Instrumente und Arrangements gehört, wie in den 13 herrlichen Songs. Mit wenigen Sounds schaffen die drei Musiker viel Atmosphäre, erzeugen Wärme und bringen die Leute zum nachdenken, lieben, weinen, wohlfühlen, lachen und schließlich auch zum feiern und singen, womit dann auch den anderen Bedeutungen des Wortes "Sono" Rechnung getragen wurde. Sono ist ein aufgehender Stern am Dance-Pop-Himmel. Oder wie es die Kritiker nennen: Wir hören auf Sono's Advanced Pop-Debut "Solid State" die Zukunft der Pop-Musik. Mir ist es egal was ich da höre – ich weiss nur eines: dass es erstklassig ist! Viel Spaß mit diesem Album! Thomas Hoppe
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http://www.sono-music.com – http://www.polydor.de
Sono auf Support-Tour mit Kosheen
- 16.11.2002: Hamburg - Große Freiheit
- 18.11.2002: Offenbach - Capitol
- 19.11.2002: Stuttgart - Longhorn
- 20.11.2002: München - Elserhalle
- 22.11.2002: Berlin - Universal
- 23.11.2002: Köln - E-Werk
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