 Mit Star One wollte Lucassen eine Art Rockoper schaffen, dies bedingt ein durchgehendes Konzept, nicht jedoch unbedingt eine durchgehende Story. Jeder Song auf der Platte behandelt eine andere Science-Fiction-Serie oder Film. Um das Konzept einer Oper auch adäquat umzusetzen, braucht es verschiedene Akteure, die verschiedene Figuren darstellen, deswegen hat der holländische Blondschopf gleich eine ganze Latte talentierter Sänger (und eine Sängerin) um sich versammelt, die alle in unterschiedlichen Stimmlage singen, unter ihnen große Namen wie Dan Swanö (Ex-Edge of Sanity), der für die tiefen Parts zuständig ist oder Symphony X-Fronter Russel Allen. Doch auch der Rest der "Begleitband" braucht sich nicht zu verstecken, auch hier alles Namen, die man zumindest schonmal gehört hat, allen voran Stratovarius-Keyboarder Jens Johansson, der auf "Space Metal" meist so tut, als hätte er eine Hammond vor sich stehen, Synthi- oder gar Klavierklänge kommen nur sparsam zum Einsatz.Musikalisch geht's -wie bereits erwähnt- durchaus hart zu Werke, so sind "High Moon" oder "Master of Darkness" richtig amtliche Midtempometalstampfer in bester Teutonenmetal-Manier, während Nummern wie "Song of the Ocean" oder der Opener (wenn man vom Intro "Lift Off" mal absieht) "Set your Controls" gediegene Hard Rock-Nummern sind, für die sich nicht mal Deep Purple schämen müssten. Sehr hymnisch und stellenweise fast balladesk dagegen kommen die beide mit Überlänge versehenen "Starchild" oder "The Eye of Ra" daher, welche noch am ehesten an Ayreon erinnern. Alles in allem eine sehr gelungene Platte, die zu keinem Zeitpunkt langweilt, auch wenn man stellenweise das Gefühl hat, das "irgendwo schonmal gehört zu haben". Dafür entschädigen einen dann aber die durchweg packenden Refrains, die griffigen Arrangements, das gelungene Artwork (für welches Vincent di Fate verantwortlich zeichnet, welcher schon für die NASA gearbeitet hat) und nicht zuletzt die durchweg fette und dennoch lebendige Produktion. Um doch noch einen draufzusetzen, gibt es "Space Metal" auch als limitierte Edition mit einer zweiten CD, die neben diversen Coversongs (unter anderem einem Hawkwind-Medley) noch alternative Versionen von zwei Songs enthält. Diese Bonus-CD lag mir aber leider nicht vor. Und wem das alles noch nicht als Kaufanreiz genügt, der kann wenigstens noch lustige Ratespielchen veranstalten, welcher Song welchen Film oder welche Serie thematisiert. Ich hab schon vier raus, wer schafft mehr? Erik Hüther
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