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V.A. - The Song Ramones The Same (21.05.2002) 

21.05.2002

Am 6. August 1996 spielten die Ramones, neben den Stooges die einflussreichste amerikanische Punkband, im Palace in Los Angeles ihr 2263. Konzert. Es sollte auch das letzte sein, denn am Ostersonntag 2001 verlor ihr Kopf und Sänger Joey Ramone kurz vor seinem 50. Geburtstag den langjährigen Kampf gegen den Lymphdrüsen-Krebs.

Bereits zu Lebzeiten der Gruppe wurden etwa zehn Tributes auf den Markt geworfen. Die bekanntesten darunter sind das Doppelalbum "Gabba Gabba Hey“ mit u.a. Bad Religion und Jeff Dahl, das 1991 auf dem amerikanischen "Triple X"-Label erschien, sowie das 1998 in Deutschland veröffentlichte „Blitzkrieg Over You“, auf dem Mainstream-Punkrocker wie Die Toten Hosen, Die Ärzte und Nina Hagen den New Yorkern die Ehre erwiesen.

V.A. - The Song Ramones The Same (21.05.2002)V.A. - The Song Ramones The Same (21.05.2002)Nun gibt es vom schwedischen White Jazz Label „The Song Ramones The Same - A Tribute To The Ramones“ (vermutlich ein Wortspiel mit Led Zeppelin 1976er Song / Album „The Song Remains The Same“) zu erstehen, woran Labelchef Calle von Schewen bereits lange vor dem Tod von Joey Ramone zu arbeiten begann. Meist recht ordentlich covert sich hierauf die Crème de la Crème der schwedischen Indie- und Punkrock-Szene durch das Vermächtnis der Ramones. The Nomads wagen sich an „I Remember You“, die Hellacopters knüpfen sich „What'd Ya Do“ vor und die Backyard Babies probieren es mit „Pet Semetary“. Während die Fassungen von Per Gessle („I Wanna Be Your Boyfriend“) und Jesse Malin („Questioningly“) noch verdächtig nach Roxette bzw. R.E.M. klingen, bereiten einem die schnellen, dreckigen Interpretationen von Sahara Hotnights („Rockaway Beach“), Satirnine („Mama‘s Boy“) und SatorMental Hell“ die meiste Freude.

Damit die Platte nicht ganz zur regionalen Angelegenheit verkommt, befinden sich unter den 19 Songs auch eine Handvoll Beiträge von Nichtschweden wie etwa „Havana Affair“ durch D.A.D. aus Dänemark und „Bonzo Goes To Bitburg“ in der Version der amerikanischen MC5-Legende Wayne Kramer.

So begrüßenswert es ist, dass dieses Tribute auf fast schon obligatorische Künstler wie Sheryl Crow verzichtet, so deutlich offenbart sich jedoch auch, dass keiner der hier vertretenen Kopisten den Originalsongs etwas wirklich neues hinzufügen kann. Und dass kaum jemand die unvergessenen Rock‘n‘Roll Klassiker der New Yorker reduzierter, kurzweiliger und kompromissloser vortragen kann als die Ramones selbst, stand sowieso außer Frage. Just the Ramones remain the same.

Christof Herrmann

http://www.officialramones.com

 

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