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Die ersten Minuten denke ich, Dan Bern klinge wie eine männliche Sheryl Crow, aber je länger das Album läuft, desto mehr wird klar, dass ein Vergleich mit Bob Dylan passender ist. Die sehr rockige Musik am Anfang täuscht darüber hinweg, dass Dan Bern etwas erzählen möchte. Also beruhigt sich die Musik, ab und zu schleicht sich ein Banjo ein und am Ende schrammt alles haarscharf an einer Bob-Dylan-Kopie vorbei.
 Ebenso wie die Notenbücher des Meisters auch als Lesebuch benutzt werden können, kann in dem liebevoll und ironisch gestalteten Booklet von "New American Language" lange geschmökert werden. Da wird Gott um eine Zeitreise gebeten, um Kurt Cobain vom Selbstmord abzuhalten, um Hitler zu ermorden, um Jesus zu retten, doch es kommen nur Absagen, weil die Situationen einen gefangen nehmen würden. Ironisch fließen Kriegskommentare ein, wenn es in "Tape" heißt: "We bombed the hospital by mistake / too bad, war is hell / and then we bombed the embassy / we thought was something else / we might get to see World War Three / by Thanksgiving Day / but as long as the turkey's golden brown / it's all gonna be okay"."New American Language" ist Dan Berns viertes Album, seit 1997 das erste Album "Dan Bern" erschien. Es lebt von den Geschichten, die er assoziativ zu erzählen weiß, mit beruhigenden Melodien und dahinfließendem Gesang. Für alle, denen Bob Dylan zu schnoddrig singt.
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Robert Kneschke http://www.danbern.com
auf Tour
- 19.06.2002 - Köln - Studio 72
- 20.06.2002 - Frankfurt a. M. - Nachtleben
- 21.06.2002 - München - Cafe Muffathalle
- 22.06.2002 - Berlin - Tacheles
- 23.06.2002 - Hamburg - Logo
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