 So ist der Refrain von "Let Me In" als Hymne durchaus stadiontauglich, ohne die gewohnte Aggressivität vermissen zu lassen. Das großartige "Soothe Me" wartet mit einem herrlich monotonen Indie-Gitarrengeschrammel auf und "Mirrored" nimmt dann sogar Anleihen beim Rock’n’Roll, obwohl doch nach eigener Aussage damit nun Schluss sein sollte. Besonders hervorzuheben wäre da noch die minimalistische Ballade "Disconnected". Erwähnt werden muss wohl auch die vorab ausgekoppelte Single "Summer", obwohl sie zu den eher schwächeren Songs auf "Living Targets" gehört. Insgesamt überrascht die neue Eingängigkeit der Beatsteaks, schließlich stand das Debüt "48/49" musikalisch unter dem Gebot ungebremster Aggressivität und auch auf dem Nachfolger "Launched" erschlossen sich die Melodien von z.B. "2 O’Clock" oder "... And Wait" nicht zwingend beim ersten Hören. Dass man für "Living Targets" nun keine Warmlaufphase mehr benötigt, liegt wohl nicht zuletzt an den umfangreichen live-Erfahrungen. Und live sind die Beatsteaks unbestritten eine Macht.Das musikalische Geschoss, welches die Beatsteaks mit dem letzten Longplayer abgeschossen haben, ist mit „Living Targets" nun eingeschlagen. Warum die fünf auf dem Cover wie Kennedy aussehen müssen, bleibt vorerst ebenso offen wie befremdlich.
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