 Nicht dass Melodic Punk zur Zeit nicht absolut hip auf beiden Seiten des Teichs wäre, nicht dass mit Stephen Egerton (All/Descendents), Jason Livermore (Wretch like me) und Bill Stevenson (All/Descendents) nicht in diesem Bereich echt renommierte Herren die Knöpfchendreher wären, es fehlen einfach die Melodien, die auch im Ohr bleiben und Spaß macht das Album auch nicht. Hier werden 54 Minuten inklusive der mittlerweile nervenden Spielerei eines hidden Tracks nach einer ewigen Pause äußerst durchschnittlicher Musik zum Kopfnicken mit gelegentlichen Anklängen an Blink 182 (ich erwähnte an anderer Stelle bereits einmal, dass seit deren „Enema of the State“ sowieso alle weiteren Melodic Punk-Alben überflüssig geworden sind), ohne deren Klasse zu erreichen, geboten; hier fehlt der Spaßfaktor total, die Texte handeln von verlorener, enttäuschter und unerfüllter Liebe, von erlittenen Verletzungen und vom tristen Alltag. Ein Album für eine Generation? Ich hoffe, dass auch die angesprochene Generation mehr Spaß am Leben hat, als es dieses Album vermittelt. So ist das interessanteste an diesem Album wohl, dass es auf Victory-Records erscheint, einem Label, dass bisher für Hardcore und Emo-Core bekannt war. Bisher konnte man als Fan dieser Sparten mit Victory nichts verkehrt machen, jetzt schon. Das Album ist bisher nur als Import zu kriegen, ein Veröffentlichungsdatum für Deutschland konnte ich nirgends auftreiben.
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