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Gleich der erste Titel "The Emperor’s New Clothes" macht klar, Elton John kehrt mit seinem neuen Album in bewährter Form und Qualität zurück. Die Songs entstanden in Zusammenarbeit mit Texter und Freund Bernie Taupin, wie schon viele Erfolgstitel in den Jahren zuvor. Es ist das etwa vierzigste Album – so ganz genau will sich da niemand festlegen. Bei einer solch gigantischen Zahl kommt es ja auch auf das eine mehr oder weniger nicht an.
 Das Album bietet zwölf Tracks, der Machart, die Elton John so meisterlich beherrscht: der weiche Klang des Pianos begleitet von einer unverwechselbaren Stimme. "I Want Love" war als Single der erste Vorbote des neuen Werks, ist aber bei weitem nicht der interessanteste Titel. "The Wasteland" ist ein temporeicher, fast rockiger Song. Als verspielt swingender Countrysound, in Gitarrenbegleitung kommt "Birds" daher. Titel wie "American Triangle" oder "Ballad Of The Boy In The Red Shoes" haben dagegen einen durchaus ernsthaften und bewegenden Inhalt. Sie thematisieren den Mord an einem schwulen Mann in Wyoming und einem Menschen der an AIDS stirbt. Songs die bewegen, aber nicht verzweifelt klingen. Man spürt die Emotionen und schöpft Zuversicht aus den sanften und optimistischen Klängen.
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 Dieses Album zeigt einen Künstler, der an seine musikalischen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpft und dabei aktuelle Einflüsse zulässt. Das schafft keine völlig neue Etappe aber einen gewohnt guten Sound mit etwas frischem Wind.Nicht unerwähnt kann das Booklet bleiben: auseinandergefaltet ergibt es ein Panorama, von Elton Johns Lieblings-Cafe (nehme ich zumindest an). Hier sieht man all das, was man in den Liedern hört. So sitzen auf dem Tresen die Vögel und der Junge mit den roten Schuhen in der Ecke. Eine wirklich schöne Idee.
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Kai Schmidt http://www.musik100.de http://www.eltonjohn.com
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