|
Nachdem die 80er Jahre in der Popmusik bereits seit mehreren Monaten ein Revival erleben, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand der Wiederaufbereitung der anderen epochentragenden Musikbewegung annehmen würde: dem Hardrock.
 Nun ist es also - ich darf mir erlauben zu sagen: endlich! - soweit, und The Rasmus machen den Anfang. Dabei sind die Finnen gar keine Newcomer - "Into" ist bereits das vierte Album der Band - für die Vermarktung in Deutschland ist jetzt aber mit Edel Records ein Major verantwortlich, der für das zum flächenübergreifenden Einläuten der Rückkehr der Gitarrensoli und pompigen Balladen nötige Airplay sorgen dürfte. Gut so, denn die von der Doktrin der Coolness dominierte Radio- und Videolandschaft hat die Frischenzellenkur von Künstlern, die sich ernst nehmen und trotzdem mit dem nötigen Enthusiasmus (so die Übersetzung des Albumtitels) zur Sache gehen, dringend nötig - und mit ähnlich ausgerichteten Bands wie Bon Jovi oder Def Leppard ist heute eben kein Kid mehr vom Hip Hop wegzubekommen. The Rasmus aber sind jung, haben die großen Arenen noch vor sich und vor allem keine Angst vor Hardrock als Pop, wie ihn etwa Poser-Gigant Billy Idol zelebrierte. Also, bitte spielen, denn das hier hat Seele und kann auch was!
|
Friedrich Reip
    |