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Blumfeld – Testament der Angst (21.05.01) 

23.05.2001

Das Warten hat ein Ende. Sie ist da. Die Platte, die mir das letzte Wochenende versüßt hat, die mich seitdem ich sie habe jeden Tag begleitet hat. Die Platte, die mir so viel gibt. Die mit meinen Worten zu sprechen scheint. Ich weiß, das hört sich alles ziemlich bescheuert und abgehoben an, aber mir fehlen einfach die richtigen Worte, diese Platte zu beschreiben.

Blumfeld – Testament der Angst (21.05.01)Blumfeld – Testament der Angst (21.05.01)Blumfeld haben auf ihrer neuen CD, die zweite mit dem geänderten Line-Up Jochen Distelmeyer, Michael Mühlhaus, Peter Thiessen und Andre Rattay, definitiv zueinandergefunden. Jochen Distelmeyer hat wieder alle Texte im Alleingang verfasst und zeichnet auch für alle Kompositionen bis auf einen Track verantwortlich. Textlich geht es sehr sozialkritisch zur Sache. Die Gesellschaft wird in nahezu allen Belangen an den Pranger gestellt. Songtitel wie Testament der Angst, Graue Wolken und Die Diktatur der Angepassten sprechen für sich. Anders als glücklich handelt von der Angst davor, wo sich unsere Welt hinbewegt und vor dem älter werden im Allgemeinen. Trotz aller Bedrückung und Nachdenklichkeit, die die Songtexte in mir auslösen, bleibt jedoch immer ein positiver Eindruck vordergündig und präsent. Die mitreißenden und stimmungsvollen Kompositionen, die den Entfaltungsraum für die Texte bieten, machen die Welt in der wir leben dann doch wieder um einiges erträglicher. Natürlich kommen auch Lieder über die Liebe nicht zu kurz: Wellen der Liebe, Weil es Liebe ist sind zwei locker groovende Akustiksongs, wie sie nur Blumfeld schreiben. Von diesen Lupenreinen Popsongs bis zu schönen Schrammelgitarren-Tracks ist alles vorhanden, was das Herz eines jeden Blumfeldfans begehrt. Und neue Fans werden sie mit diesem Album hoffentlich auch wieder eine ganze Menge dazu gewinnen. Verdient hätten sie es. Blumfeld füllen deutschen Pop endlich wieder mit niveauvollen Inhalten fernab jeglicher Klischees vom Deutschtum und machen somit deutsche Popmusik wieder salonfähig. Ich denke, "Testament der Angst" wird locker an den Erfolg von "Old Nobody" anknüpfen können, wenn nicht diesen sogar noch übertreffen. Das Zeug dazu hat die Platte auf jeden Fall.

Olli Best

http://www.eastwest.de http://www.blumfeld.net

Blumfeld unterwegs in Deutschland

  • 01.06.01 Nürnberg – Rock im Park
  • 03.06.01 Nürburg/Eiffel – Rock am Ring
  • 09.06.01 A-Wien – Frequency Open Air
  • 23.06.01 Scheessel – Hurricane Open Air

(wird fortgesetzt)

 

 

 

 


 

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