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Was hat sich diese Band gequält, um als der wohl
größte Synthie-Popact der Achtziger auch noch im
folgenden Jahrzehnt zeitgemäße Musik zu machen. Die
Alben Songs of Faith and Devotion von 1993 und
Ultra von 1997 legen Zeugnis davon ab, wie sich
Depeche Mode unter zum Teil monströsen Soundgebilden
verschiedener Mischungen und einem Rockstar-Image
versteckten. Und wie gut tat es nun, mit Exciter ein
Album zu hören, das schon beim ersten Hören nach
Depeche Mode klingt und dessen Schönheit nicht erst
lange erschlossen werden muß.
 Verantwortlich für die neuen, klaren Klänge ist neben
dem Songschreiber Martin Gore vor allem auch der
Produzent Mark Bell. Beeinflußt von
minimalistischer, elektronischer Musik der Gegenwart
wurde der Sound von vielem Ballast befreit, ohne
jedoch simpel zu wirken. Und so sind es auch Klänge
-Strukturen, Flächen und Gewebe-, die dieses Album mit
ihren Stimmungen prägen und die Songstrukturen
teilweise aufzulösen scheinen. Nicht zuletzt dank der
Stimme von David Gahan entfaltet sich ein typischer
Depeche Mode-Sound, der doch ganz anders klingt als
alles bisher Gehörte. Dabei bleibt Exciter natürlich
nicht ohne Reminiszenzen an Vergangenes, so erinnert
"The Dead of Night" an die schweren Sounds auf
Ultra, die Backvocals am Ende von "When the Body
speaks" klingen nach "Somebody" aus dem ´84er Album
Some Great Reward und "The sweetest Condition"
würde sich harmonisch auf Violator von 1990
einfügen. Diese Liste kann man weiter fortführen -es
soll ja auch nicht alles verraten werden-, doch es
gibt weit mehr zu entdecken als Rückblicke, einige
Perlen wie "Goodnight Lovers" und potentielle Hits
wie "I feel loved" zum Beispiel.
Mit Exciter liefern Depeche Mode kein leichtes
Sommeralbum ab. Ruhig ist es, transparent und klar,
mit einer Substanz, die für mehr als einen Sommer
reicht. Es scheint, Dave, Martin und Andrew sind
nach langer Reise wieder bei sich selbst angekommen
... und haben uns mitgenommen.Paul Kosel
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Depeche Mode in Deutschland:
- 05.09. Berlin - Waldbühne
- 06.09. Berlin - Waldbühne
- 08.09. Hamburg - Trabrennbahn
- 09.09. Leipzig - Festwiese
- 26.09. Köln - Kölnarena
- 27.09. Köln - Kölnarena
- 29.09. München - Olympiahalle
- 30.09. München - Olympiahalle
- 02.10. Nürnberg - Eishalle
- 03.10. Stuttgart - Schleyerhalle
- 06.10. Oberhausen - Arena
- 11.10. Frankfurt - Festhalle
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