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Wie und warum das Debüt - wahlweise selbstbetitelt oder namenlos - des All Star Sideprojects Fantomas in Deutschland für weit weniger als einen happigen Import-Fuffi erstehen lässt, ist bereits im Melvins-Artikel festgehalten (../../articles/article_000905.htm).
 Konzentrieren wir uns also ganz auf das Produkt, das Ex-Faith No More-Shouter und Mr. Bungle-Experimentalist Mike Patton, sein dortiger Partner Trevor Dunn sowie Dave Lombardo von Slayer bzw. Grip Inc. und Anti-Pop-Agitator Buzz Osborne (Melvins) uns hier hinwerfen - wie Perlen vor die Säue, muss man befürchten, ist es doch mehr als fraglich, inwiefern die Mischung aus arg kompromisslosen Noise-Experimenten, für die Patton seine Stimme zum Instrument werden lässt, und das auf dieser Platte ausschließlich, und Death Metal, der hier wie das Augenpaar auf dem Back-Cover immer wieder zwischen Geräuschoverkill und unangenehmer Stille hervorblickt, bei den Anhängern der Hauptprojekte der hier Beteiligten auf offene Ohren stoßen wird. Wobei die zwar der lästige Weg, sicher aber nicht das Ziel von Fantomas sind, deren Album man nicht hören kann und soll, sondern deren Musik ins Gehirn des Hörers will, um dort umgesetzt zu werden, in Bilder, in Eindrücke, in Energie. Eine Herausforderung, der man sich stellen sollte, allerdings zunächst besser beim Probehören.
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Friedrich Reip
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